Paraguay-Gabi

auf ins Abenteuer Paraguay!

R.I.P Gerda

DE 25.11.2020 16:29
PY 25.11.2020 12:29

Gerda hatte unsere Tochter nach unserer Ankunft in Paraguay ausgesucht. Ein kleines Rottweilermädchen, das wir Gerda Rottenmeier tauften. Ich erinnere mich noch genau als wir sie im Alter von 8 Wochen völlig verflöht kauften.

Nach einem halben Jahr war sie so frech, dass sie jedem in die Hacken biss. Damals dachte ich, ob sie wirklich die Richtige für uns ist. Wir hatten bisher nur leicht erziehbare Hunde. Aber mit ca einem Jahr war sie aus dem Pflegelalter raus und gehorchte gut.

Gerda Rottenmeier mit 3 Monaten

Leider war sie viel krank. Erst hatte sie einen Epeleptischen Anfall…dann die innere Leishmaniose. Aber sie war eine Kämpferin.

Mich faszinierte ihre Intelligenz. Sie war Ballfasziniert und brachte jeden Ball zurück, sogar wenn man ihn eingebuddelt hatte.

Gerdas Bälle waren meistens Orangen

Wenn man sie fragte, wollen wir Auto fahren, lief sie zum Auto und wartete dort. Oder wenn man fragte, ob wir im Pool baden wollen. Lief sie sofort ins Wasser.

Gerda im Pool

Sie war die einzige unserer Hunde, die keine Angst vorm Tierarzt hatte. Und Autofahren war sowieso ihre Leidenschaft.

Vor ca. 2 Monaten humpelte sie das erste Mal am Hinterlauf. Aber nach kurzer Zeit war es wieder gut. Dann ca 2 Wochen später, sie tobte gerade mit Willy( unser Rottweiler-Schaferhund-Mix) heulte sie auf und humpelte. Wir glaubten, sie hätten zuviel getobt, aber als nach einer Woche keine Besserung eintrat und ihr Sprunggelenk anschwoll, entschieden wir uns gleich in die Tierklinik nach Asuncion zu fahren. Wir glaubten an einen Knochenbruch und hatten uns schon gedanklich auf einen Gips oder Op eingestellt.

Gerdas geschwollenes Fussgelenk

Der Tierarzt machte ein Röntgenbild und sagte es wäre keine Fraktur, sondern ein Osteosarkom( sehr aggressiver Knochenkrebs). Da ich Krankenschwester bin, wusste ich natürlich gleich, dass das einem Todesurteil gleichkommt. Er meinte dann, man könne das Bein amputieren. Dann hätte sie vielleicht 3 bis 4 Monate mehr Zeit.

Gerda und Willy

Wir entschlossen uns gegen eine Amputation. Sie lief seither nur auf 3 Beinen. Ich gab ihr täglich starke Schmerzmittel und wir verbrachten noch ein paar schöne Wochen mit ihr. Jeden Tag gingen wir mit ihr in Pool….Ballspielen. Dort war sie frei, denn schwimmen ging noch. An Land klappte das Ballspielen kaum noch.

Anfangs halfen die Tabletten ganz gut(Tramadol).

Aber dann frass sie nicht mehr, auch nicht mal ihre geliebten Knochen. Und das Bein wurde immer dicker. Der Krebs wuchs schnell und sie hatte Schmerzen.

Gerda und Willy warteten, dass man den Ball wirft

Es war Zeit Abschied zu nehmen. Was mir besonders schwer fiel. Leider ist sie nur 5 ein halb Jahre alt geworden.

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